Do

07

Jun

2018

„Freiheit der niederländischen Berufskollegs ist enorm“

Im Gespräch: Stephan Haupt, René Westra (Vorstand ROC), Peter van Mulkom, Arie Kerkmann, Martina Hannen, Willem van Hees (Leiter des Projekts Ler(n)ende Euregio), Paul Marcelis (Projektleiter Deutsch im beruflichen Kontext)
Im Gespräch: Stephan Haupt, René Westra (Vorstand ROC), Peter van Mulkom, Arie Kerkmann, Martina Hannen, Willem van Hees (Leiter des Projekts Ler(n)ende Euregio), Paul Marcelis (Projektleiter Deutsch im beruflichen Kontext)

Eine Fahrt in das grenznahe Nijmegen, Ziel: das örtliche Berufskolleg, stand im Terminkalender meines Kollegen Stephan Haupt und mir. Begleitet wurden wir durch den niederländischen Abgeordneten René Westra (VVD).

9.900 Studierende besuchen das ROC Nijmwegen, die niederländische Form des Berufskollegs. Die Freiheit der niederländischen Berufskollegs ist enorm und trägt den regionalen Bedingungen und Anforderungen an die berufliche Bildung Rechnung.

So sehen die Bildungsgesetze eine weitgehende Autonomie der Schulen vor. Sie können eigenständig über ihr Budget und die angebotenen Bildungsgänge entscheiden. Außerdem sollen alle Jugendlichen ohne Ausnahme zu einem Berufsabschluss oder wenigstens zu einer „Startqualifikation“, einer beruflichen Eingangsqualifikation, geführt werden. Darüber hinaus ist die Ausbildung in vier unterschiedliche Niveaustufen gegliedert.

Im Anschluss besuchten wir das Berufskolleg in Kleve. Es ist mit 5.000 Schülerinnen und Schülern zwischen 16 und 40 Jahren das größte Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen und vermittelt 50 Ausbildungsberufe in Wirtschaft und Verwaltung, Technik, Gesundheit und Ernährung sowie Agrarwirtschaft. 230 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in 95 Fächern.

Es war interessant, den Vergleich zwischen den deutschen und niederländischen Schulsystemen ziehen zu können. Dieser Austausch ist für unsere Arbeit im Landtag enorm wichtig. Auch wenn wir wissen, dass sich unser System der dualen Ausbildung weltweit wahrlich nicht zu verstecken braucht, gibt es immer etwas zu verbessern.

 

Von unserem Tag in der Grenzregion nehme ich mit, dass wir das Fundament der dualen Ausbildung erhalten und stärken müssen, den Schulen und Leitungen vor Ort aber wieder mehr Vertrauen entgegenbringen und Entscheidungsfreiheit zugestehen müssen. 

Mi

30

Mai

2018

Ungleichbehandlung von Realschulen abbauen

Die Einstellung von mehr Schulpsychologen oder eine bessere Bezahlung von Realschullehrern – viele Themen umfasste das Gespräch, zu dem sich die Lagenser Landesabgeordnete Martina Hannen (FDP) mit dem neugewählten Kreisvorstand Lippe-Herford des Pädagogenverbandes LehrerNRW traf.

„In dem Gespräch wurden viele Punkte angesprochen, die die Arbeit der Real- und Hauptschullehrer enorm erleichtern könnten“, so Martina Hannen nach dem Gespräch.

Da der Schulalltag, das gemeinsame Lernen und die Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern bisweilen an Grenzen stoßen, sei die Einstellung von mehr Schulpsychologen zur Unterstützung der Lehrkräfte in Konfliktsituationen wünschenswert, so die Lehrervertreter.

Darüber hinaus berichteten die Vertreter von LehrerNRW über bürokratische Vorschriften, die sie in ihrer Arbeit einschränken würden. „Ob Schulunterricht oder Schulverwaltung – bürokratische Vorschriften sollten auf ihre Notwendigkeit überprüft werden. Die Arbeitszeit der Pädagogen sollte nicht durch die ständige Kontrolle von Vorgaben und Richtlinien gebunden werden. Lernen ist wichtiger als dokumentieren“, meinte Martina Hannen.

 

„Wir sind uns darin einig, dass wir die Realschulen stärken und die bestehenden Ungleichbehandlungen der Realschulen abbauen müssen“, lautete das Fazit der Gesprächsteilnehmer.

Mi

11

Apr

2018

Über 4 Millionen Euro für Lippe und Bielefeld

 Die Landesregierung hat die Verteilung der 100 Millionen Euro aus der Integrationspauschale konkretisiert. Der Verteilschlüssel sieht vor, dass die Mittel anteilig nach Flüchtlingsaufnahmegesetz und Anzahl der Personen mit Wohnsitzauflage für die Kommunen berechnet werden. Martina Hannen, FDP-Landtagsabgeordnete aus Lippe begrüßt den Beschluss der Landesregierung zur Entlastung der Städte und Gemeinden im Kreis Lippe bei Integrationsmaßnahmen.

mehr lesen

Do

01

Mär

2018

Wiedereinführung des Werkstattjahres der richtige Weg

Mit der Wiedereinführung des Werkstattjahres nimmt die NRW-Koalition die Gruppe der noch nicht ausbildungsreifen Jugendlichen intensiver in den Blick. Ein Schlüssel für den erfolgreichen Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit stellt die Anbindung an die berufliche Praxis dar. Durch die Erhöhung des betrieblichen Praxisanteils im Rahmen des Werkstattjahres auf bis zu sechs Monate, ist eine deutlich stärke Bindung an die betriebliche Praxis gewährleistet als es in den Produktionsschulen der Fall ist.

mehr lesen

Mi

07

Feb

2018

Lagenser Tollitäten beim Närrischen Landtag

Einmal im Jahr übernehmen Prinzen, Prinzessinnen und Dreigestirne aus ganz Nordrhein-Westfalen das Zepter im sonst so gesitteten Landesparlament. Hierzu darf jeder Abgeordnete eine Delegation aus seinem Wahlkreis einladen.

 

Auch, wenn vielerorts Lippe nicht als Karnevalshochburg bekannt ist, wissen wir Lipper und Lagenser sehr wohl die 5. Jahreszeit zu feiern. Ich freue mich daher sehr, dass ich eine Delegation des TG Lage Elferrates um Prinzessin Gabi I. und Prinz Michael I. hier in Düsseldorf begrüßen durfte.

mehr lesen