· 

Die berufliche Bildung fit für die Zukunft machen - Berufskollegs regional weiterentwickeln

Die Landesregierung nun die Entwicklung eines Schulversuchs zur Weiterentwicklung der Berufskollegs zu Regionalen Bildungszentren auf den Weg gebracht. Dazu die Sprecherin für schulische Aus- und Weiterbildung der FDP-Landtagsfraktion, Martina Hannen: „Die berufliche Bildung war und ist eine tragende Säule für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes. Sie hat uns erfolgreich durch die Wirtschaftskrisen nach 2008 gebracht. Die Mehrheit aller Schülerinnen und Schüler besucht während ihrer Schullaufbahn ein Berufskolleg, wo sie in den unterschiedlichsten Bildungsgängen fit für den Arbeitsmarkt und das spätere Leben gemacht werden. Die großen Erfolge und Leistungen der Berufskollegs und des dualen Ausbildungssystems sind unbestrittener Konsens. Nicht umsonst informieren sich unzählige ausländische Besuchergruppe Jahr für Jahr hier bei uns über dieses Erfolgsmodell.“ 

In den vergangenen Jahren unterlag Nordrhein-Westfalen einem grundlegenden Strukturwandel. In Verbindung mit der demographischen Entwicklung, den sich verändernden Anforderungen der Arbeitswelt und tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen stellt dieser Strukturwandel die Berufskollegs vor immer neue Herausforderungen.

„Diese Herausforderungen haben die nordrhein-westfälischen Berufskollegs in den vergangenen Jahren unter hohem Einsatz stets gemeistert und mit kreativen Lösungen berufliche Bildung in hoher Qualität sichergestellt. Hier kommen die Berufskollegs aber an ihre Grenzen. Ob Lehrkräftemangel, Sicherstellung einer ortsnahen Beschulung, Aufrechterhalten von Berufsfachklassen, wachsenden Herausforderungen in der Berufsvorbereitung, internationale Förderklassen, steigender bürokratischer Aufwand oder die Fortbildung der Lehrkräfte. Die Anforderungen sind mannigfaltig und vor allem regional sehr unterschiedlich – die Instrumente, die wir den Berufskollegs zur Verfügung stellen jedoch aus dem vorherigen Jahrhundert.“, so Martina Hannen.

Die beruflichen Schulen benötigten vor allem die Freiheit, spezifische Lösungen und Bildungsangebote zu erarbeiten und anzubieten. Diese erforderliche Flexibilität möchte die Landesregierung im Rahmen eines Schulversuches über die Organisationsstruktur Regionaler Berufsbildungszentren erproben und mittelfristig umsetzen. Das Ziel ist es, vor Ort ein bedarfsgerechtes, abgestimmtes Bildungsangebot zu entwickeln, vorzuhalten und qualitativ hochwertig umzusetzen. Die Regionalen Berufsbildungszentren übernehmen hierbei die Aufgabe, einzelschulübergreifend auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe der beruflichen Bildung unter Mitwirkung aller beteiligten Berufskollegs in einer regionalen Bildungslandschaft durch Entwicklung verbesserter Bildungsangebote und Beratungsleistungen zu reagieren und diese entweder in der Einzelschule oder in Kooperation anzubieten. 

„Mit der Erprobung Regionaler Berufsbildungszentren sowohl in ländlichen Regionen wie im Ballungsraum reagiert die NRW-Koalition auf den jahrelangen Stillstand, die geänderten Rahmenbedingungen und tragen den Bedürfnissen und außerordentlichen Leistungen der Berufskollegs Rechnung.“, sagt Martina Hannen.